Kostüme
Über zwei Stockwerke erstreckt sich der Kostümfundus der Freilichtspiele. Und dennoch gib es viel, was es nicht gibt. So müssen jedes Jahr neue Kleider geschneidert oder vorhandene Stücke geändert werden.


Die Freilichtspiele werden von der Presse meist in den höchsten Tönen gelobt. Nicht zuletzt auch für ihre tollen Kostüme. Ob Griechenröckchen oder Rokokogewänder, ob Uniformen oder Dirndlkleider, immer sind sie den Stücken und den Spielern auf den Leib geschneidert. Natürlich muss nicht für jede Rolle ein neues Kostüm genäht werden. Der Fundus ist groß. Ungefähr 1200 bis 1500 Kostüme lagern im Dachgeschoß des Vereinsheims. Dazu noch ca. 200 Hüte, Helme, Mützen, sowie annähernd 300 Paar Schuhe und sonstige Accessoires.

Viele Damen – auch wenige Herren - haben schon für die Bühne geschneidert. Manche nur kurz, andere waren jahrelang dabei. 1972 wird erstmals im Programm eine Kostümbildnerin erwähnt – es ist Marga Denkel. Acht Jahre zeichnet Edith Bender, die als Gewandmeisterin auch bei den Burgfestspielen Jagsthausen tätig ist, dafür verantwortlich.

Eugenie Wörle ist mehr als 25 Jahre eine verlässliche Kraft in der Schneiderstube und auch als Statistin unermüdlich. Sie stirbt am 2. Januar im Jubiläumsjahr 2007. Die gelernte Herrenschneidermeisterin Julika Strobel prägt einige Jahre stilsicher die Inszenierungen. Seit 2003 näht Antje Austel mit viel Phantasie und persönlichem Einsatz für die Bühne.


Kostüme schneidern :: Antje Austel bereitet ein neues Kostümstück vorDieses Käppi passt doch für Anatevka :: Antje Austel ist bei den Freilichtspielen für die Kostüme zuständigKostümfundus :: Im Dachgeschoss des Fundus lagern Kostüme aller ArtHaarpracht :: Auch verschiedene Perücken gehören zum KostümfundusNoch schnell den letzten Schliff vor der AufführungVon links: Julika Strobel und Eugenie Wörle waren viele Jahre ein gutes Team in der KostümschneidereiBis ins hohe Alter war Eugenie Wörle fit an der Nähmaschine