29. Mai – 29. Mai 2011
Hexensaft
Die Kindergruppe der Freilichtspiele Neuenstadt zeigte ein turbulentes Stück um Vorurteile gegenüber andersartigen Mitmenschen0
Als im alten Totengräberhaus an der Ruine der Friedhofskapelle eine Frau mit ihrer Tochter einzieht steht plötzlich das ganze Dorf Kopf: Eine Hexe soll sie sein, die aus ihrem vorigen Wohnort verjagt worden ist! Und überhaupt wollte der Pfarrer doch die Friedhofskappelle wieder aufbauen und das Totengräberhaus abreißen lassen.
So schaukelt sich der Mob langsam aber sicher mit Halbwahrheiten und Verleumdungen gegenseitig hoch. Fast das ganze Dorf, vom Pfarrer bis zu den Kindern beteiligt sich schließlich an der Hetzjagd, bis es fast zu einer Hexenverbrennung kommt.
Das romantisch-schaurige Bühnenbild zeigt links das alte Totengräberhaus und rechts eine wunderschön gestaltete Mauer, die die Ruine der Friedhofskapelle verkörpert. Alles in der gewohnten Neuenstädter Detailverliebtheit gestaltet.
Mit einer tollen schauspielerischen Leistung haben die Kinder das Publikum begeistert. In einem atemberaubenden Tempo spielen sie das kurzweilige 45-minütige Stück ansprechend herunter. Dabei kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Einige müssen sogar mehrere Rollen spielen. So steht z.B. Sebastian Fink im einen Moment als Kind mit seinen Schulkameraden auf der Bühne, geht links ab und kommt im nächsten Moment schon wieder von rechts als Bürgermeister. Den Charakterwechsel schafft er dabei ebenso perfekt, wie alle seine Mitspieler.
Mit dieser Aufführung wurde einmal mehr gezeigt, dass die Nachwuchsförderung bei den Freilichtspielen Neuenstadt Früchte trägt. Sicher sind einige Spieler der heutigen Kindergruppe schon morgen wichtige Rollenträger auf der großen Bühne im Schlossgraben.
Fotos zu „Hexensaft“
Aufführungen
- Sonntag, 29. Mai 2011, 14:00 Uhr
- Sonntag, 29. Mai 2011, 16:00 Uhr
Mitwirkende
| Aufgabe | Person |
|---|---|
| Regie | Denis Fink |
Weitere Informationen
Das Stück wurde im Rahmen des Neuenstdädter Stadtfestes am 29. Mai um 14:00 und 16:00 aufgeführt.
In beiden Vorstellungen waren alle Plätze restlos besetzt.
Der Eintritt war frei.
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