Technik
Die Technik ist gegliedert in Beleuchtungs-, Ton- und Pyrotechnik. Die Beleuchter illuminieren die Bühne derzeit mit 67.000 Watt. Die Tontechniker beschallen die Inszenierungen über Lautsprecher hinter den Kulissen und die speziell ausgebildeten Pyrotechniker dürfen es mal so richtig krachen lassen.
Um ein Stück ins rechte Licht rücken zu können, muss man es kennen. Man muss wissen, wie das Bühnenbild und die Kostüme werden sollen. Also laufen von Anfang an Gespräche zwischen den Bereichen Ton-, Beleuchtung- und Pyrotechnik und der Regie. Das Technikteam besteht derzeit aus zehn Personen und wird von Peter Roth geleitet. Die Techniker sind aber nicht nur beim Freilichttheater gefordert, sondern auch beim Zimmer-, Jugend- und Kindertheater. Beim Sommertheater ist allerdings ihr Einsatz besonders groß. Welche akustischen Signale sind nötig, welche Musik wird eingebaut, soll die Szenerie mit oder ohne Farbe beleuchtet werden, ist vielleicht sogar Pyrotechnik gefragt – viele Dinge sind zu klären und auszuprobieren, bevor die eigentliche Arbeit beginnt.
Wenn ein „Muhen“ gebraucht wird, oder ein „Kikeriki“, kann es vorkommen, dass die Techniker zur Aufnahme in den Stall eines hiesigen Bauern müssen. Ist Glasklirren gefordert, trifft man sich zum Glastreten an sicherer Stelle. Musik und Geräusche werden entsprechend zusammen geschnitten, und nach der Freigabe das technische Gerät, welches immer mal wieder den entsprechenden Erfordernissen angepasst werden muss, fest installiert. Bei der Technikprobe, die nach den ersten Durchlaufproben stattfindet, werden Lichtstimmungen, Effekte und Musikeinblendungen in ein Technikbuch eingetragen und mit Kommentaren für das Feintuning versehen. Bis zur Premiere sind die Techniker bei jeder Probe dabei und feilen an einzelnen Einstellungen. Eineinhalb Stunden vor Einlass zur Vorstellung kommt der große Bühnencheck und erst dann heißt es – Ton und Scheinwerfer ab!

