Montag, 10. Juni 2013
Alles blitzblank
Kurz vor der Premiere herrscht noch mal hektisches Treiben im Schlossgraben. Bühne und Sitzplätze werden richtig herausgeputzt und auf Hochglanz gebracht.0

Es ist ein schweißtreibendes Geschäft: Der ganze Schmutz, der sich im Laufe eines Jahres auf den Treppen, in den Fugen und den Sitzen angesammelt hat wird aufwändig vor der Premiere entfernt. Die Ecken und Kanten, in denen sich Moos, Gras und Unkräuter gebildet haben, werden mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet. Jede einzelne Sitzreihe wird mit dem Schrubbber kräftig gesäubert. Auch das Stahlgeflecht jedes einzelnen Sitzes muss von Hand geschrubbt werden. Das Reinigungsteam arbeitet sich von oben nach unten vor, so dass man am Ende sehr gut sieht, wie viel Dreck das wirklich war.

Aber dank so vieler Helfer wie nie erstrahlen die Ränge nun wieder in neuem Glanz. Bei Temperaturen von ca. 27 Grad lässt sich so mancher und manche ganz gerne mal vom Spritzwasser abkühlen. Insgesamt sind diesen Samstag fast 40 Freiwillige ins Bühnenrund gekommen.

In nicht mehr ganz zwei Wochen werden dann die Premierengäste die erste Aufführung des weißen Rössls bewundern können. Das Bühnenbild von Brigitte Klein-Wallner ist ebenfalls fast vollständig gebaut und bemalt. Hier fehlen noch ein paar Blumen, dort noch etwas Farbe am Hochgebirge oder auf der Alm. Auch die Techniker haben jetzt den letzten Scheinwerfer ausgerichtet und die Requisite das letzte benötigte Teil beschafft. Jetzt feilt Regisseurin Tanja Krauth noch an den Details. Sie zeigt sich hochzufrieden mit den Leistungen der Neuenstädter Amateure und lobt bei der Kritikbesprechung "das war insgesamt echt gut!".

Seit Ende letzter Woche wird das Stück immer als Ganzes durchgespielt. Wie bei einer echten Aufführung, jedoch noch ohne Kostüm, läuft Szene für Szene hintereinander ab. Und das erstaunlich reibungslos. Etwa 1 Stunde und 40 Minuten zeigt die Stoppuhr inklusive Schlussapplaus. Plus/Minus 5 Minuten, die dann bei den Aufführungen die Laufzeit noch durch mehr Tempo in einigen Szenen oder Publikumsreaktionen etwas nach oben oder unten verändern werden.

(Text und Fotos: Peter Zeh)



Fotos zu „Alles blitzblank“

Viel Wasser, Schrubben und DreckMit Hochdruckreiniger und Schrubber im A-BlockAlle Sitze werden einzeln von Hand geschrubbtWer arbeitet soll auch essen :: Gemeinsamer Mittagstisch mit fast 40 HelfernDer Balkon am Rössl wird auf "alt" getrimmtDas Orchesterpodest wird mit Teppichboden ausgekleidetDie letzten Reste von der Bühne fegenAbendstimmung vor dem Rössl beim Heurigen


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